Vetflurane ad us. vet.

INHALATIONSNARKOTIKUM FÜR PFERDE, SCHWEINE (FERKEL), HUNDE, KATZEN, ZIERVÖGEL, REPTILIEN, RATTEN, MÄUSE, HAMSTER, CHINCHILLAS, GERBILE (WÜSTENRENNMÄUSE), MEERSCHWEINCHEN UND FRETTCHEN

 

Vetflurane

 

ZUSAMMENSETZUNG
Wirkstoff: Isofluranum 100% (1000 mg/g)
Hilfsstoffe: keine
Galenische Form: Lösung zur Inhalation


EIGENSCHAFTEN/WIRKUNGEN
Vetflurane enthält das Allgemeininhalationsanästhetikum Isofluran, einen flüssigen, farblosen, nicht entflammbaren, leichtflüchtigen Äther ohne chemische Stabilisatoren. Isofluran ruft aufgrund seiner Wirkung auf das zentrale Nervensystem eine Bewusstlosigkeit hervor. Isofluran besitzt geringe bis keine analgetischen Eigenschaften. Wie andere Inhalationsnarkotika dieses Typs führt Isofluran zu einer Senkung der Atem- und Herz-Kreislaufaktivität.


PHARMAKOKINETIK
Isofluran wird nach Inhalation rasch resorbiert und schnell über das Blut in andere Gewebe einschliesslich Gehirn verteilt. Der Blut-/Gas-Verteilungskoeffizient bei 37°C beträgt 1,4. Die Resorption und Verteilung von inhaliertem Isofluran sowie die Ausscheidung von nicht metabolisiertem Isofluran über die Lunge geschehen sehr schnell. Aus klinischer Sicht ermöglichen diese pharmakokinetischen Eigenschaften eine rasche Narkoseeinleitung und -ausleitung und erlauben eine leichte und schnelle Veränderung der Narkosetiefe. Nahezu die Gesamtmenge des verabreichten Isoflurans wird unverändert über die Lunge ausgeschieden. Ein minimaler Anteil des verabreichten Isoflurans (ca. 0,2%) wird vorwiegend zu anorganischen Fluoriden metabolisiert.


INDIKATIONEN
Einleitung und Aufrechterhaltung einer Allgemeinanästhesie.


DOSIERUNG/ANWENDUNG
Allgemeine Hinweise
Isofluran sollte mit Hilfe eines genau kalibrierten Verdampfers in einem geeigneten Narkosekreislauf angewendet werden, da sich die Tiefe der Narkose schnell und leicht ändern kann. Isofluran kann mit Sauerstoff oder Sauerstoff-/Lachgasgemischen verabreicht werden. Die unten für die Zieltierarten aufgeführten Werte für die MAC (minimale alveoläre Konzentration) oder die wirksame Dosis ED50 und die Konzentrationsempfehlungen dienen lediglich als Richtlinie oder Ausgangspunkt. Die in der Praxis tatsächlich erforderlichen Konzentrationen hängen von zahlreichen Variablen ab, u. a. vom gleichzeitigen Einsatz anderer Arzneimittel während der Narkose und vom klinischen Zustand des Patienten. Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen eingesetzt werden, die üblicherweise bei Narkoseverfahren für Prämedikation, Einleitung und Schmerzbehandlung verwendet werden. Einige spezifische Beispiele sind in den Informationen zu den einzelnen Tierarten aufgeführt. Jedoch sollten die bekannten möglichen Wechselwirkungen berücksichtigt werden (vgl. 'Wechselwirkungen'). Die Ausleitung einer Narkose mit Isofluran verläuft in der Regel reibungslos und schnell. Der Analgesiebedarf des jeweiligen Patienten sollte bereits vor Ausleitung der Allgemeinanästhesie berücksichtigt werden. Die gleichzeitige Anwendung sedativer oder analgetischer Wirkstoffe senkt wahrscheinlich die für die Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose erforderliche Isoflurankonzentration.


Pferde
Die MAC für Isofluran liegt beim Pferd bei ca. 1,31%.
Prämedikation: Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran verträglich: Acepromazin, Butorphanol, Detomidin, Diazepam, Dobutamin, Dopamin, Guaifenesin, Ketamin, Morphin, Pethidin, Thiamylal, Thiopental und Xylazin. Die Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend zu wählen.
Einleitung: Da es normalerweise nicht praktikabel ist, eine Narkose bei adulten Pferden mittels Isofluran einzuleiten, sollte die Einleitung mit einem kurz wirkenden Barbiturat, wie z. B. Thiopental-Natrium, Ketamin oder Guaifenesin, erfolgen. Anschliessend kann Isofluran in Konzentrationen von 3-5% verabreicht werden, um die gewünschte Narkosetiefe innerhalb von 5-10 Minuten herbeizuführen. Isofluran kann in Konzentrationen von 3-5% bei gleichzeitig hoher Sauerstoffzufuhr zur Narkoseeinleitung bei Fohlen angewendet werden.
Erhaltung: Die Narkose kann mit Isoflurankonzentrationen von 1,5-2,5% aufrechterhalten werden.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.
Schweine (Ferkel)
Vor der routinemässig durchgeführten Frühkastration kann das Ferkel mit Isofluran anästhesiert werden. Die Einleitung geschieht mittels Gesichtsmaske mit 5%igem Isofluran in reinem Sauerstoff während 120 Sekunden (Durchflussgeschwindigkeit 2 l/min). Auf eine Prämedikation wird verzichtet, die Aufrechterhaltung der Anästhesie entfällt, wenn die Kastrationsdauer sehr kurz ist.
Hunde
Die MAC für Isofluran liegt beim Hund bei ca. 1,28%.
Prämedikation: Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran verträglich: Acepromazin, Atropin, Butorphanol, Buprenorphin, Bupivacain, Diazepam, Dobutamin, Ephedrin, Epinephrin, Glycopyrrolat, Ketamin, Medetomidin, Midazolam, Methoxamin, Oxymorphon, Propofol, Thiamylal, Thiopental und Xylazin. Die Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend zu wählen.
Einleitung: Die Einleitung kann über eine Gesichtsmaske mit einer Isoflurankonzentration von bis zu 5% mit oder ohne Prämedikation vorgenommen werden.
Erhaltung: Die Narkose kann mit Isoflurankonzentrationen von 1,5-2,5% aufrechterhalten werden.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.
Katzen
Die MAC für Isofluran liegt bei der Katze bei ca. 1,63%.
Prämedikation: Isofluran kann zusammen mit anderen Wirkstoffen verwendet werden, die bei veterinärmedizinischen Narkosen üblich sind. Folgende Wirkstoffe sind mit Isofluran verträglich: Acepromazin, Atropin, Diazepam, Ketamin und Oxymorphon. Die Prämedikation ist den individuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechend zu wählen.
Einleitung: Die Einleitung kann über eine Gesichtsmaske mit einer Isoflurankonzentration von bis zu 4%, mit oder ohne Prämedikation, vorgenommen werden.
Erhaltung: Die Narkose kann mit einer Isoflurankonzentration von 1,5-3% aufrechterhalten werden.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.
Ziervögel
Es wurden bisher nur wenige MAC/ED50-Werte protokolliert. Beispiele sind 1,34% beim Kanadakranich (Grus canadensis), 1,45% bei der Brieftaube (reduziert auf 0,89% bei Gabe von Midazolam) und 1,44% bei Kakadus (reduziert auf 1,08% bei Gabe des Schmerzmittels Butorphanol). Der Einsatz von lsofluran
als Narkotikum wird bei vielen Arten beschrieben, von kleinen Vögeln, wie z. B. Zebrafinken, bis hin zu grossen Vögeln, wie z. B. Geiern, Adlern und Schwänen. Wechselwirkungen: In der Fachliteratur wird beschrieben, dass Propofol mit einer lsoflurannarkose bei Schwänen kompatibel ist.
Einleitung: Die Narkoseeinleitung mit einer lsofluran-Konzentration von 3 bis 5% verläuft in der Regel schnell. Die Narkoseeinleitung mit Propofol, gefolgt von lsofluran zur Erhaltung, wird bei Schwänen beschrieben.
Erhaltung: Die für die Aufrechterhaltung der Narkose erforderliche Dosis hängt von der jeweiligen Tierart und vom einzelnen Tier ab. In der Regel gelten 2-3% als geeignet und sicher. Bei einigen Storch- und Reiherarten sind unter Umständen lediglich 0,6-1% notwendig. Bei einigen Geiern und Adlern können bis zu 4-5% erforderlich sein. Für einige Enten und Gänse kann die erforderliche Dosis bei 3,5-4% liegen. In der Regel reagieren Vögel sehr schnell auf Veränderungen der Isoflurankonzentration.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.
Reptilien
Nach Ansicht mehrerer Autoren ist Isofluran das Narkotikum der Wahl für viele Reptilienarten. Laut Literatur wird lsofluran bei einer grossen Bandbreite von Reptilien angewendet (z.B. verschiedene Arten von Echsen, Schildkröten, Leguanen, Chamäleons und Schlangen). Für den Wüstenleguan wurde eine ED50 von 3,14% bei 35°C und 2,83% bei 20°C bestimmt.
Einleitung: Die Einleitung gelingt mit einer Isoflurankonzentration von 2-4% in der Regel schnell.
Erhaltung: Eine Isoflurankonzentration von 1-3% hat sich als sinnvoll erwiesen.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.
Ratten, Mäuse, Hamster, Chinchillas, Gerbile, Meerschweinchen und Frettchen
Isofluran wird für die Narkose einer grossen Bandbreite kleiner Säugetiere empfohlen. Die MAC wird in der Literatur für Mäuse mit 1,34% und für Ratten mit 1,38%, 1,46% und 2,4% angegeben.
Einleitung: Isoflurankonzentration 2-3%.
Erhaltung: Isoflurankonzentration 0,25-2%.
Ausleitung: Die Ausleitung verläuft in der Regel reibungslos und schnell.


Tierart  

MAC
(% Isofluran)

 

Einleitung
(% Isofluran)

 

Aufrecht­erhaltung
(% Isofluran)

  Ausleitung 
                 
Pferd   1,31  

3,0-5,0 (Fohlen)

  1,5-2,5   reibungslos und schnell
                 
Schwein (Ferkel)   1,20-1,75   5,0   1,2-2,0   reibungslos und schnell
                 
Hund    1,28   bis 5,0    1,5-2,5    reibungslos und schnell 
                 
Katze   1,63    bis 4,0   1,5-3,0    reibungslos und schnell 
                 
Ziervögel   siehe Angaben zur Dosierung   3,0-5,0    siehe Angaben zur Dosierung   reibungslos und schnell 
                 
Reptilien   siehe Angaben zur Dosierung    2,0-4,0    1,0-3,0    reibungslos und schnell 
                 
Ratten, Mäuse, Hamster, Chinchillas, Meerschweinchen, Gerbile, Frettchen  

1.34 (Maus)
1,38/1,46/2,40 (Ratte)

  2,0-3,0   0.25-2.0    reibungslos und schnell 

ANWENDUNGSEINSCHRÄNKUNGEN
Kontraindikationen
Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Isofluran oder anderen halogenierten Substanzen. Bekannte Disposition für maligne Hyperthermie.
Vorsichtsmassnahmen
Bei Vögeln und auch bei kleinen Säugetieren wird der Stoffwechsel wegen der vergleichsweise grossen Körperoberfläche durch eine Abnahme der Körpertemperatur besonders stark beeinflusst. Die Metabolisierung von Arzneimitteln bei Reptilien ist langsam und von der Umgebungstemperatur abhängig. Isofluran wird rasch resorbiert, verteilt und ausgeschieden. Isofluran wird weitgehend unverändert über die Lunge ausgeschieden. Deshalb kann Isofluran bei bestimmten Patientengruppen wie alten oder jungen Tieren und Tieren mit eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzfunktion günstig sein. Das Narkoseverfahren sollte jedoch individuell angepasst werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung beim Tier
Isofluran hat eine geringe bis keine analgetische Eigenschaften. Vor einem operativen Eingriff ist für eine ausreichende Analgesie zu sorgen. Der weitere Bedarf des Patienten an einer Analgesie ist vor Beendigung der Allgemeinanästhesie zu berücksichtigen. Die Anwendung von Vetflurane bei herzkranken Patienten sollte nur nach Durchführung einer Nutzen-Risiko-Analyse durch den Tierarzt erwogen werden. Während der Narkose sind Atmung und Puls zu überwachen und die Atemwege frei zu halten. Für eine gute Sauerstoffversorgung des Gewebes ist zu sorgen. Bei Anwendung von Isofluran als Narkotikum bei Tieren mit Kopfverletzung ist abzuwägen, ob eine künstliche Beatmung zur Aufrechterhaltung physiologischer CO2-Konzentrationen erforderlich ist, um einem möglichen Anstieg des zerebralen Blutflusses entgegenzuwirken. Da es sich bei Isofluran um ein Atemdepressivum handelt, sind die Atemfrequenz und die Atemtiefe während der Narkose zu überwachen.
Anwendung während der Trächtigkeit oder Laktation:
Trächtigkeit: Nur anwenden nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt. Isofluran hat sich als sicheres Narkotikum während der Schnittentbindung bei Hunden und Katzen erwiesen.
Laktation: Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Überdosierung
Die Überdosierung von Isofluran kann zu schwerer Atemdepression führen. Daher muss die Atmung sorgfältig überwacht und, wenn erforderlich, durch zusätzlich verabreichten Sauerstoff und/oder künstliche Beatmung unterstützt werden. Beim Auftreten einer schweren kardiopulmonalen Depression sollte die Isofluran Zufuhr gestoppt, der Atemkreislauf mit Sauerstoff gespült, die freie Durchgängigkeit der Atemwege sichergestellt und eine assistierte oder kontrollierte Beatmung mit reinem Sauerstoff eingeleitet werden. Eine kardiovaskuläre Depression sollte durch Plasmaexpander, Vasopressoren, Antiarrhythmika oder andere geeignete Therapiemassnahmen behandelt werden.


UNERWÜNSCHTE WIRKUNGEN
Isofluran bewirkt eine dosisabhängige Hypotonie und Atemdepression. Es wurden folgende unerwünschte Wirkungen beschrieben:
Selten: Herzrhythmusstörungen, vorübergehende Bradykardie.
Sehr selten: maligne Hyperthermie bei entsprechend disponierten Tieren.
Tiere mit Atemstillstand sollten mittels assistierter Beatmung behandelt werden. Beim Auftreten eines Herzstillstands ist eine vollständige kardiopulmonale Reanimation durchzuführen.


ABSETZFRISTEN
Pferd, Schwein (Ferkel): Essbare Gewebe: 2 Tage
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.


WECHSELWIRKUNGEN
• Beim Menschen wird die Wirkung von Isofluran durch gleichzeitige Inhalation von Lachgas verstärkt. Eine ähnliche Wirkungsverstärkung kann auch bei Tieren erwartet werden.
• Die gleichzeitige Verabreichung von Sedativa oder Analgetika kann die für die Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose erforderliche Isoflurankonzentration reduzieren.
• Pferde: Bei Pferden wird beschrieben, dass Detomidin und Xylazin die MAC (minimale alveoläre Konzentration) für Isofluran herabsetzen.
• Hunde: Bei Hunden wird beschrieben, dass Morphin, Oxymorphon, Acepromazin, Medetomidin plus Midazolam die MAC für Isofluran herabsetzen. Die gleichzeitige Gabe von Midazolam/Ketamin während einer Isofluran-Narkose kann ausgeprägte kardiovaskuläre Effekte haben, insbesondere eine arterielle Hypotonie. Der depressive Effekt von Propanolol auf die Kontraktilität des Myokards ist während der Anästhesie mit Isofluran reduziert, was auf eine moderate ß-Rezeptoraktivität hinweist.
• Katzen: Bei mit Isofluran narkotisierten Katzen wird beschrieben, dass die intravenöse Applikation von Midazolam-Butorphanol mehrere kardiorespiratorische Parameter verändert. Das trifft ebenso bei epidural verabreichtem Fentanyl und Medetomidin zu. Isofluran führt nachweislich zu einer Herabsetzung der Sensibilität des Herzens gegenüber Adrenalin (Epinephrin).
• Ziervögel: Bei Kakadus wird beschrieben, dass Butorphanol die MAC für Isofluran herabsetzt. Bei Tauben wird beschrieben, dass Midazolam die MAC für Isofluran herabsetzt.
• Reptilien und Kleinsäuger: Für Reptilien und Kleinsäuger liegen keine entsprechenden Daten vor.
• Isofluran sensibilisiert das Myokard in geringerem Masse für die Wirkung zirkulierender arrhythmogener Katecholamine als Halothan.
• Bei der Reaktion von Isofluran mit ausgetrockneten Kohlendioxid-Absorbern kann Kohlenmonoxid entstehen.


SONSTIGE HINWEISE
Inkompatibilitäten:
Von Isofluran wurde berichtet, dass es mit trockenen Kohlendioxidabsorptionsmitteln interagiert und Kohlenmonoxid bildet. Um das Risiko der Bildung von Kohlenmonoxid in Beatmungskreisläufen und die Möglichkeit von erhöhten Carboxyhämoglobinwerten zu minimieren, sollten Kohlendioxid-Absorptionsmittel niemals austrocknen.
Sonstige Hinweise:
Nicht verwendetes Produkt, Abfall oder kontaminierte Materialien sollten als Sondermüll entsorgt werden. Behälter sind gemäss örtlichen Bestimmungen zu entsorgen. Isofluran darf nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Besondere Vorsichtsmassnahmen für den Anwender:
• Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Isofluran dürfen Vetflurane nicht anwenden.
• Narkotikum nicht einatmen.
• Operations- und Aufwachräume müssen mit einer adäquaten Belüftung oder Auffangsystemen ausgestattet sein, um eine Ansammlung von Narkosegasen zu verhindern.
• Alle Auffang- und Absaugsysteme müssen vorschriftsmässig gewartet sein.
• Schwangere und stillende Mütter dürfen nicht mit Isofluran in Kontakt kommen und sollten Operationsund Aufwachräume für die Tiere nicht betreten.
• Zu vermeiden sind eine längere Einleitung und Aufrechterhaltung der Inhalationsnarkose mit einer Maske. Nach Möglichkeit sollte das Vetflurane während der Aufrechterhaltung der Allgemeinanästhesie über einen geblockten Endotrachealtubus verabreicht werden.
• Zum Schutz der Umgebung gilt es als gute Praxis, Kohlefilter mit geeigneter Abfangvorrichtung zu verwenden.
• Besondere Sorgfalt ist erforderlich bei der Entnahme von Isofluran. Verschüttete Substanz muss sofort mit einem inerten absorbierenden Material (z.B. Sägemehl) aufgenommen werden. Spritzer auf der Haut und in den Augen unverzüglich ab- bzw. auswaschen und Kontakt mit dem Mund vermeiden.
• Bei Exposition ist unverzüglich die betroffene Person von der Expositionsquelle zu entfernen, ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
• Halogenierte Inhalationsnarkotika können Leberschäden hervorrufen. Bei Isofluran handelt es sich um eine idiosynkratische Reaktion, die sehr selten nach wiederholter Exposition auftreten kann.
Hinweis für Ärzte:
Atemwege frei halten und eine symptomatische und unterstützende Therapie einleiten. Zu beachten ist, dass Adrenalin und Katecholamine Herzrhythmusstörungen hervorrufen können. Lagerung und Haltbarkeit: Unter 25°C lagern. Vor direktem Sonnenlicht und direkter Hitze schützen. In der Originalverpackung aufbewahren. Den Behälter fest verschlossenen halten. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit 'EXP' bezeichneten Datum verwendet werden. Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.


SWISSMEDIC 62'187 (B)
ATCvet-Code: QN01AB06


PACKUNGEN
Flaschen mit 100 ml und 250 ml.


ZULASSUNGSINHABERIN
Virbac (Switzerland) AG, Opfikon


Stand der Information: August 2015