Speed Leish K

SCHNELLTEST ZUR IN-VITRO DIAGNOSTIK VON GEGEN LEISHMANIA INFANTUM GERICHTETEN ANTIKÖRPERN

 

Speed Leish K

 

NUR ZUR IN-VITRO DIAGNOSTIK

KLINISCHE BEDEUTUNG
Die canine Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch die Proliferation eines Parasiten, Leishmania infantum, in den Makrophagen ihres Wirts hervorgerufen wird. Die Krankheit wird durch kleine Dipteren (Zweiflügler) übertragen: den Phlebotomen (Sandmücken, Schmetterlingsmücken).

Leishmaniose ist eine verktorübertragene Krankheit mit beinahe weltweitem Vorkommen. Die geografische Verteilung von Leishmaniose hängt mit der Ausbreitung ihres Vektors zusammen. In Europa ist Leishmaniose im Mittelmeerraum sehr verbreitet.

Bei Leishmaniose zeigen sich variable Symptome mit heimtückischem Verlauf, was die Diagnose problematisch macht:
- Nach der Infektion werden die Symptome vom Besitzer oft nicht bemerkt.
- Asymptomatische oder subklinische Phasen sind häufig und dauern oft lange an.
- Die Patienten zeigen eine ähnliche klinische Symptomatik: Reduzierter Allgemeinzustand, Gewichtsverlust, Anämie, Lymphknotenvergrösserung...

Im Wissen, dass es sich dabei um eine potentiell ernsthafte Erkrankung handelt, empfiehlt sich der frühe Nachweis von Leishmaniose, falls ein klinischer Verdacht vorliegt. In endemischen Gebieten wird das regelmässige Screening auf Leishmaniose sehr empfohlen, um einen frühen Nachweis bei asymptomatischen Hunden zu ermöglichen.

TESTPRINZIP
Bei Speed Leish K handelt es sich um einen immunchromatografischen, qualitativen Schnelltest zum Nachweis von Anti-Leishmania infantum Antikörpern bei Hunden.

Für jeden Test wird ein Tropfen der Probe (Serum, Plasma oder antikoaguliertes Vollblut) auf das Probenfeld aufgebracht. In diesem Feld binden die gefärbten Partikel des Konjugats an etwaige in der Probe vorhandene Anti-Leishmania infantum Antikörper. Die so gebildeten Konjugat-Antikörper-Komplexe wandern aufgrund der Kapillarität über die Fliessmembran. Sie werden von spezifischen membranfixierten Leishmania infantum – Antigenen gebunden, sodass es durch Akkumulation der gefärbten Partikel zur Bildung einer rosaroten Testlinie kommt (in der Mitte des Testfeldes). Die Probenlösung wandert auf der Fliessmembran weiter bis zum Kontrollbereich am Ende des Ablesefensters, wo die restlichen Farbpartikel eine rosarote Kontrolllinie bilden, was die Gültigkeit des Tests bestätigt.

DURCHFÜHRUNG DES TESTS
BENÖTIGTE MATERIALIEN
1 Testplättchen, 1 Einmalpipette und 1 Tropfflasche Reagenslösung. Alle Testkomponenten sollten bei der Verwendung Raumtemperatur aufweisen.
Reagenzien aus unterschiedlichen Chargen nicht untereinander austauschen.

1/ Auftragen der Probe
Serum, Plasma oder antikoaguliertes Vollblut (EDTA- oder Heparin-Blut): Mit senkrecht gehaltener Einmalpipette 1 Tropfen der Probe auf das Probenfeld auftragen.

2/ Zugabe der Reagenzlösung
- Die Reagenzlösung unmittelbar nach dem Auftragen des Probenmaterials hinzufügen. Dazu die Tropfflasche senkrecht halten und 5 Tropfen der Reagenzlösung auf das Probenfeld geben.
- Ist innerhalb von 2 Minuten keine Migration der Flüssigkeit über die Fließmembran zu beobachten, weitere 2 Tropfen der Reagenzlösung hinzugeben.

3/ Ablesen und Interpretation der Ergebnisse
20 Minuten abwarten und dann ablesen:
- Negatives Testergebnis: Das Ergebnis ist negativ, wenn nur 1 rosarote Linie (Kontrolllinie) zu sehen ist.
- Positives Testergebnis: Das Ergebnis ist positiv, wenn 2 rosarote Linien (Testlinie + Kontrolllinie) deutlich zu erkennen sind. Bei Erscheinen einer rosaroten Testlinie innerhalb von 15 Minuten Migration der Testlösung über die Fliessmembran kann auf ein positives Testergebnis geschlossen werden. Jede Färbung des Teststreifens, selbst eine schwache, ist als positives Ergebnis zu werten. -
- Ist keine Kontrolllinie zu sehen, ist der Test ungültig.

EMPFEHLUNGEN
• HALTBARKEIT
- 24 Monate bei Raumtemperatur (ab Herstellungsdatum). Das Verfallsdatum ist auf jeder Testverpackung und jedem Karton aufgedruckt.
- Bei Raumtemperatur zwischen +2°C und +30°C lagern. Exposition gegenüber extremer Hitze - oder Kälte vermeiden.

• PROBEN
- Serum, Plasma oder antikoaguliertes Vollblut müssen bei der Verwendung als Probenmaterial Raumtemperatur aufweisen.
- Bei Testdurchführung innerhalb von 24 Stunden nach Probennahme: Serum, Plasma oder antikoaguliertes Vollblut bei Raumtemperatur lagern.
- Bei Testdurchführung 24–72 Stunden nach Probennahme: Serum oder Plasma bei +2°C bis +8°C (Kühlschrank) lagern. Wird Vollblut mehrere Stunden lang bei +2°C bis +8°C gelagert, kann es zur Hämolyse kommen (mit blossem Auge nicht sichtbar), was die Ergebnisinterpretation beeinträchtigen kann.
- Testdurchführung später als 72 Stunden nach Probennahme: Serum oder Plasma bei -20°C (Tiefkühlschrank) lagern. Vollblutproben dürfen nicht eingefroren werden.

• VORSICHTSMASSNAHMEN UND HINWEISE
- Um die korrekte Migration der Probe über die Fliessmembran zu gewährleisten, muss der Test auf einer ebenen, waagerechten Fläche liegen.
- Um die für jeden Test empfohlene Probenmenge zu standardisieren, sind nur die im Lieferumfang enthaltenen Einmalpipetten zu verwenden.
- Um ein korrektes Auftragen von Probe und Reagenzlösung zu gewährleisten, müssen Pipette bzw. Tropfflasche stets senkrecht gehalten werden.

• SONSTIGE EMPFEHLUNGEN
- Das Ablesefenster kann eine leicht rosafarbene Hintergrundfärbung aufweisen; dies hat keinerlei Auswirkung auf die Qualität der Testergebnisse.
- Reagenzien aus unterschiedlichen Chargen nicht untereinander austauschen.
- Die Reagenzien vor der Verwendung Raumtemperatur annehmen lassen.
- Für jeden Test eine frische Einmalpipette verwenden.

Diese Empfehlungen können lediglich als Leitfaden dienen. Kein diagnostisches Verfahren ist immer und unter allen Umständen hundertprozentig genau. Ziel dieses Tests ist der Nachweis von Anti-Leishmania infantum-Antikörpern, um eine Leishmaniose diagnostizieren zu können. Alle Testergebnisse müssen stets unter Berücksichtigung der Anamnese, des Befundes der klinischen Untersuchung und der Resultate anderer diagnostischer Tests interpretiert werden. Die definitive Diagnosestellung ist das Vorrecht des Tierarztes und liegt allein in dessen Verantwortungsbereich. Bio Véto Test und seine Vertreiber können nicht für Konsequenzen, die sich aus der falschen Handhabung des Tests oder einer Fehlinterpretation der Testresultate ergeben, haftbar gemacht werden


Vertrieb: Virbac AG, Europastrasse 15, 8152 Opfikon
Hersteller: Bio Veto Test, 285 Avenue de Rome, F-83500 La Seyne sur Mer